Gibt es auf dem neuen Flughafen Lleida-Alguaire ein höheres Aufkommen an
Das Baudenkmal Mur (Burg und Dom der Heiligen Maria) liegt auf einem Bergrücken hoch über dem Tal des Noguera Pallaresa auf der rechten Seite des Flusses gegenüber der Kleinstadt Llimiana. Hinter der Schlucht von Terradets in Richtung Tremp führt auf der linken Seite eine Straße nach Guàrdia de Noguera (und weiter bis nach Sant Esteve de la Sarga). Nach zwei Kilometern weist ein Schild darauf hin, dass der Weg nach rechts zum Baudenkmal Mur führt. Der Zugang wurde instandgesetzt und ist daher gut zu bewältigen. Die Burg liegt oben auf einem Hügel und in der Nähe befindet sich der Dom der Santa Maria. Dieser nahezu ideale Ort gehört mit seiner mächtigen Anlage zum Pflichtprogramm für jeden Besucher. Die Burg erlangte höchste militärische Bedeutung in der gesamten Region des Pallars. Ihr Ursprung verliert sich jedoch in der Weite der Zeit. Es existiert ein schriftlicher Hinweis von Mitte des 10. Jahrhunderts (genau aus dem Jahr 969) in Form eines von dem Pater Villanueva zitierten Dokuments (Viaje literario a las Iglesias de España, Literarische Reise zu den Kirchen Spaniens, Bd. 12, Seiten 70-76).. Mit der Erbauung der Kirche Santa Maria wurde zwischen 1057 und 1060 von den Grafen Ramon V. de Pallars Jussà und Valença, der Tochter von Arnau Mir de Tost begonnen. Dank beträchtlicher menschlicher wie materieller Unterstützung wurde sie sehr bald fertiggestellt und am 12. Januar 1069 vom Bischof Guillem d'Urgell geweiht. Aus dieser Kirche stammen die großartigen Wandmalereien, die heute teilweise im Museum of Fine Arts de Boston (die der mittleren Apsis — die nach einer von uns eingesehenen Kopie für 7500 Peseten verkauft wurden) und im Museu Nacional d'Art de Catalunya (die eines Seitenaltars) ausgestellt sind. Aufgrund der Wiederinstandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten ist dieser Ort ein absolutes Muss für jeden Besucher. Das Innere und Äußere der Kirche, der Kreuzgang (in der Art Innenhof einer Kirche mit Kapitellen, an denen noch bildhauerische Ornamente erhalten sind) sowie die geschlossene Einfriedung des alten Doms sind ein wahres Wunder. Auf der Ostseite der Kirche sind zwei der ursprünglichen Apsiden zu sehen, da die dritte an der Nordseite vor vielen Jahren abgerissen wurde. Außer der Kirche Santa Maria wird die viel erwähnte Heiligenfigur Crist de Mur sehr verehrt. Am ersten Sonntag im Mai findet die große Wallfahrt von Mur statt, bei der unter Gesängen und Fahnenschwingen die Gemeinde feierlich gesegnet wird. Es ist möglich, mit dem Auto an die Kirche zu fahren. In Guàrdia muß man zum Besuch des Innern der Kirche den Schlüssel anfordern. Informationsquelle und Photographiearchiv: JOAN BELLMUNT I FIGUERAS
Isona (Pallars Jussà - Spanien) liegt auf 658 m Höhe auf der linken Seite des Noguera Pallaresa am Fuß der Straße, die Tremp mit Artesa de Segre verbindet. Isona ist eine der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Ortschaften dieser Gegend. Das Sanktuarium Mare de Déu de la Posa befindet sich außerhalb des Ortes. Ab Isona fährt man in Richtung Bóixols und an der Abzweigung nach Abella de la Conca führt der genau gegenüberliegende Weg zur Kapelle. Er ist gut ausgebaut und der Ort ist angenehm. Die über das Sanktuarium dokumentierten Angaben stammen aus dem 18. Jahrhundert aus der Aufstellung der zur Kirche von Isona gehörenden Kapellen. Nach den in ihr befindlichen Resten könnte sie jedoch von Ende des 11. Jahrhunderts sein. Ebenso ist zu erwähnen, dass ein alter romanischer Opferaltar mit Inschriften des Gottes Merkur als Altar in der Kapelle dient. La Posa ist das Ergebnis mehrerer baulicher Prozesse. An der Westmauer ist als einziger Rest des ursprünglichen Gebäudes (11. – 12. Jahrhundert) eine halbkreisförmige Apsis erhalten. Aus dem Jahr1606 ist eine Bruderschaft der Heiligen Jungfrau nachgewiesen, die bis ins 19. Jahrhundert existierte. Die Wallfahrt in La Posa findet am Ostermontag statt. Neben der Klause sind Dinosaurierspuren zu sehen. Informationsquelle und Photographiearchiv: JOAN BELLMUNT I FIGUERAS
Tremp ist der Mittelpunkt des gleichnamigen Beckens und beherrscht dieses mächtig und würdevoll so wie es der Hauptstadt des Landkreises Pallars Jussà (Spanien) ansteht. Die Weltaufgeschlossenheit von Tremp und der ganzen Umgegend ergibt sich aus der Ansiedelung des Unternehmens La Canadenca während des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts. Eine der am tiefsten verwurzelten Traditionen im Leben der Bürger war von jeher die Anbetung der Mare de Déu de Valldeflors in der alten Stiftskirche und heutigen Basilika der Stadt. Der Tradition nach brachte die Schutzherrin eines Winters die Brombeerbüsche im Tal hinter der Kirche zum Erblühen, was die Leute als göttliche Nachricht auslegten. Sie suchten und fanden die ursprüngliche Heiligenfigur, der sie den Namen “Valldeflors” (Tal der Blumen) gaben. Kurz nach Beginn des 15. Jahrhunderts wurden der Hochaltar und auch die so hoch verehrte Statue der Mutter Gottes durch einen fürchterlichen Brand vollständig zerstört. Aus diesem Grund wird heute eine schlanke Heiligenfigur angebetet, ein majestätisches und wunderbares Werk, das nichts mit der anfänglich gefundenen gemein hat. Die heutige Figur ist dennoch von großem Wert. Im Jahr 1936 genau kurz vor der Schändung der Kirche durch die fremden Scharen nahmen gewissenhafte und liebevolle Hände die Figur von ihrem gewöhnlichen Platz auf dem Altar und verbargen sie in einem Winkel in der Sakristei unter einem Trümmerhaufen. So wurde sie vor einer mehr als sicheren Zerstörung bewahrt. Nach den ersten Tagen der Verwüstung auf diesem Gebiet wurde der Dienst der Generalitat zur Wiederherstellung von Kunstwerken in Kenntnis gesetzt, der sich der Statue annahm. Am ersten Juni des Jahres 1937 wurde die Schutzheilige von Tremp von Fachkräften abgeholt und in Sicherheit gebracht. Der Ort war die Höhle des Sant Ignasi de Manresa, aus der durch die Wechselfälle des Krieges eine Religionsmuseum geworden war. Aufgrund ihres großen künstlerischen Werts bekam sie einen vorrangigen Platz im Gotiksaal des genannten Museums. Und darüber hinaus bewirkten der Anmut und die schlanke Gestalte der Figur, dass sie dort mit dem ihrem hohen Rang zustehenden Namen bezeichnet und bekannt wurde: la Pubilla (die erste Tochter oder Erbin). Im Mai 1938 wurde sie nach Barcelona geschickt. Dort sollte sie zu dem Kunstschatz hinzugefügt werden, der in jenen Tagen ins Ausland gebracht werden sollte. Die Umstände kamen dem jedoch zuvor und sie konnte die Grenze nicht überschreiten. Nach Kriegsende wurde sie nach Barcelona ins Zentrum für die Klassifizierung von Kunstwerken gebracht. Von dort aus wurde sie abgeholt und im August 1939 nach Tremp zurückgebracht. Heute kann sie in ihrer Basilika besichtigt werden. Informationsquelle und Photographiearchiv: JOAN BELLMUNT I FIGUERAS