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Solsona (Solsonès - Spanien) ist eine Stadt voller Schönheit, Charme und Mystik im Norden der mittelkatalanischen Senke, die in 664 Meter Höhe auf einem der charakteristischen Hochplateaus gelegen ist. Bis vor kurzem lag sie rechts des Negre am Fuß des Hügels Turó de Castellvell, hat sich aber in den letzten Jahren immer mehr auf das linke Flussufer ausgebreitet. Die gesamte Altstadt ist ein authentisches Monument, das von der wunderschönen Kathedrale romanischen Ursprungs noch überragt wird. Sie wurde zur Zeit der Gotik restauriert und in ihr befindet sich das von allen Einwohnern Solsonas verehrte Bildnis der Schutzherrin Mare de Déu del Claustre. Ebenso ist der an die Kathedrale angrenzende Bischofspalast ein bemerkenswertes neoklassizistisches Barockbauwerk, in dem sich das bedeutende Diözesanmuseum von Solsona befindet, das einen Besuch aller interessierten Menschen wert ist. Die Hauptstadt des Landkreises vermittelt von Anfang an den Eindruck von ergebener Freundlichkeit. Die mittelalterlichen Straßen und Plätze im von der Stadtmauer umgebenen Ortskern bringen uns mit Leichtigkeit in alte Zeiten zurück aber Solsona ist gegenwärtig die Kreishauptstadt des Ponent, die am meisten zu Genuß und Bereicherung des Besuchers beiträgt. Keine Stadt oder Kreishauptstadt kann es mit Solsona aufnehmen! Und hier in dieser Stadt, in dieser Umgebung sollte man die Kathedrale betreten und einen der wertvollsten Kunstschätze betrachten: die Mare de Déu del Claustre. Solsonas Heiligenfigur ist auf der ganzen Welt bekannt. Und das nicht nur in der Welt der Kunst, in der sie würdig ist, auf internationalen Ausstellungen ausgewählter Werke gezeigt zu werden. Sie wird auf viel breiterer Ebene immer berühmter. Die Marienfigur ist aus Stein. Sie misst einen Meter und fünf Zentimeter in der Höhe und sitzt auf einer gepolsterten Bank ohne Rückenlehne. Sie trägt eine Krone, hält ein Zepter in der rechten Hand und unter den Füßen sitzen zwei Monster. Mit dem linken Arm hält sie das Jesuskind, das auf der linken Seite seines Schoßes sitzt. Im Laufe der Jahre wurde die von grauschwarzer Patina bedeckt. Nach der These des Dr. Antoni Llorens wurde diese Steinfigur um das Jahr 1160 von dem berühmten Bildhauer Gilabert hergestellt, der mit seiner Werkstatt von Tolosa nach Solsona gezogen war. Informationsquelle und Photographiearchiv: JOAN BELLMUNT I FIGUERAS
Zweifelsohne besitzt die größte Anziehungskraft der Gemeinde Riner (Solsonès - Spanien) das santuari del Miracle am westlichen Ortsrand nahe dem Sant Gabriels-Hügel. Nach dem Verlassen von Solsona nimmt man die Straße nach Su, an der sich nach wenigen Kilometern dieser wunderschöne Ort mit der Kirche befindet. Der Ursprung des Sanktuariums ist wie vielerorts eine Marienerscheinung vor Kindern. In diesem Fall waren es zwei Geschwister, die vor dem Dorf Vieh hüteten. Der Überlieferung nach geschah dies am 3. August 1458 und die Mutter Gottes erschien den Kindern Jaume und Celdoni von der nahe gelegenen "masia" La Cirosa. Mit Sicherheit war die erste Kirche oder Kapelle eine einfache Konstruktion, die nach 1536 belegt ist. Die zweite Kirche wurde um 1546 errichtet aber erst 1590 geweiht. Von diesem Bauwerk ist ein Stück an den Wänden der jetzigen Kirche zu sehen. Mit dem Bau dieser letzten Kirche von beträchtlichen Ausmaßen wurde um 1668 begonnen, und sie wurde bis 1733 nicht für geeignet erachtet, die Marienfigur dort unterzubringen. Das dort zu besichtigende große Retabel wurde hauptsächlich von dem Bildhauer Carles Moretó 1747 geschaffen. Das grundlegende Kunstwerk des santuari del miracle ist das Barockretabel des Künstlers Carles Moretó aus dem 18. Jahrhundert. Mit seinen bunten und prächtigen Formen wirkt es reich und feierlich. Das Heiligenbild in seiner Mitte ist das ursprüngliche und existierte möglicherweise schon vor der Marienerscheinung. Ein zweites, eher mit der Sichtweise der Kinder übereinstimmendes Bildnis stammt aus dem 16. Jahrhundert und wird im Kloster aufbewahrt. Trotz der Verehrung, die ihm im Landkreis entgegengebracht wurde, verfiel es gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Ab jenem Moment geriet es in Vergessenheit bis zum Jahr 1886, als von Papst Leo XIII. das Heilige Jahr ausgerufen wurde. 1901 wurde die alte weltliche Verwaltung durch ein Montserrat unterstelltes Benediktinerpriorat ersetzt und mit dem Bau des Wohnkonvents begonnen, der an die Kirche angrenzt. Seither ist eine kleine Mönchsgemeinschaft für die Kirche zuständig. Informationsquelle und Photographiearchiv: JOAN BELLMUNT I FIGUERAS
Am 21. Dezember 1079 fand die feierliche Weihung der Kirche Sant Esteve (Solsonès - Spanien) statt. Die neue Kirche wurde unter einem doppelten Widmungstitel geweiht. Der Hochaltar wurde Sant Esteve gewidmet während, der untere Altar zur Ehre des Grabs des Herrn und der Mutter Gottes eingeweiht wurde. Heute gehört der Besuch der Kirche zum Pflichtprogramm für jeden Besucher, da sie ein wahres kunsthistorisches Juwel ist. Sie wurde 1969 restauriert und bietet sich seither dem Besucher in ihrer ganzen Größe dar. Sie ist ein Hauptwerk der Romanik in unserem Land und ist schon allein eine Reise wert. Die Anfahrt erfolgt einen Kilometer hinter Solsona in Richtung Manresa auf der Landstraße, die nach Berga führt. Nach ungefähr 4 km kommt eine sehr gut ausgeschilderte Umleitung. Ihr folgend erreicht man nach einem Kilometer die Kirche und den Friedhof von Sant Esteve d'Olius. Durch das Eingangstor gelangt man zum hinteren Teil, wo eine Grabstätte, ein steinernes Taufbecken und ein Weihwassergefäß erhalten sind. Es ist zwar möglich, auf einer Seitentreppe nach oben zum Altar des Sant Esteve, des Namensgebers der Kirche, zu gelangen. Was jedoch noch mehr Aufmerksamkeit erweckt, ist die wunderschöne Krypta die sich unter diesem Altar befindet. Diese erreicht man über eine Steintreppe, die von der Mitte des Schiffs aus nach unten führt. Mit den sechs zentralen Säulen, von denen Bögen in Form von Palmen abgehen, bildet die Gesamtheit der Krypta eine wahrhaftig beeindruckende Stätte des Friedens und der Andacht. Es muss jedoch gesagt werden, dass der Beleuchtung bei diesem ausgewogenen Aufeinandertreffen von Stille und Frieden eine sehr wichtige Rolle zukommt. Der Reisende sollte ebenso den nur wenige Meter von der Kirche entfernten Friedhof besuchen und bewundern, ein mit seinen gaudinianischen Formen in unserem Landkreis einzigartiges Werk. Alles erinnert an Gaudí. Aber wie kam dieser Stil nach Olius? Im Jahr 1916 mit dem Architekten der Diözese Bernardí Martorell, der an der Sagrada Família in Barcelona arbeitete. Man kann bis an das Gebäude heranfahren und dort gut parken. Für einen Besuch der Innenräume bitte Verbindung mit dem Fremdenverkehrsamt des Rats des Gemeindeverbands des Solsonès aufnehmen. Informationsquelle und Photographiearchiv: JOAN BELLMUNT I FIGUERAS